Miss­brauchs­ver­bot

UN-Menschenrechtsrat

Arti­kel 5 des UN-Sozi­al­pak­tes wur­de unver­än­dert in der Fas­sung ange­nom­men, wel­che die Men­schen­rechts­kom­mis­si­on erar­bei­tet hat­te. Die­ser Arti­kel ent­hält zwei Grund­sät­ze zur Trag­wei­te des Paktes.

Arti­kel 5 Absatz 1 des UN-Sozi­al­pak­tes ent­hält – wie auch die gleich­lau­ten­de Vor­schrift für den UN-Zivil­pakt – den Grund­satz, dass sich nicht auf den Pakt beru­fen kann, wer die dar­in aner­kann­ten Rech­te abschaf­fen oder unzu­läs­sig ein­schrän­ken will. Per­so­nen­grup­pen und Ein­zel­per­so­nen wer­den dadurch bei der Aus­übung ihrer Rech­te Schran­ken gesetzt, die z. B. im Bereich der Koali­ti­ons­frei­heit prak­tisch wer­den können.

Arti­kel 5 Absatz 2 des UN-Sozi­al­pak­tes ent­hält eine kol­li­si­ons­recht­li­che Regel: die im Pakt aner­kann­ten Rech­te sol­len ähn­li­che Rech­te, die in ande­ren Rechts­quel­len nie­der­ge­legt sind, nicht ver­drän­gen oder beschrän­ken, son­dern ergänzen.

Arti­kel 5
(1) Kei­ne Bestim­mung die­ses Pak­tes darf dahin aus­ge­legt wer­den, dass sie für einen Staat, eine Grup­pe oder eine Per­son das Recht begrün­det, eine Tätig­keit aus­zu­üben oder eine Hand­lung zu bege­hen, die auf die Abschaf­fung der in die­sem Pakt aner­kann­ten Rech­te und Frei­hei­ten oder auf wei­ter­ge­hen­de Beschrän­kun­gen die­ser Rech­te und Frei­hei­ten, als in dem Pakt vor­ge­se­hen, hinzielt.

(2) Die in einem Land durch Gesetz, Über­ein­kom­men, Ver­ord­nun­gen oder durch Gewohn­heits­recht aner­kann­ten oder bestehen­den grund­le­gen­den Men­schen­rech­te dür­fen nicht unter dem Vor­wand beschränkt oder außer Kraft gesetzt wer­den, dass die­ser Pakt der­ar­ti­ge Rech­te nicht oder nur in einem gerin­gen Aus­maß anerkenne.

Bild­quel­len:

  • UN-Men­­schen­­rechts­­rat: UN Pho­to/­Jean-Marc Ferré

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