Kul­tur und Wis­sen­schaft

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Arti­kel 15 des UN-Sozi­al­pak­tes ent­hält eine Art kul­tu­rel­les Grund­recht mit Aus­strah­lun­gen nach ver­schie­de­nen Rich­tun­gen.

Arti­kel 15 Absatz 1 des UN-Sozi­al­pak­tes betrifft einer­seits die Teil­ha­be am kul­tu­rel­len Leben und wis­sen­schaft­li­chen Fort­schritt, ande­rer­seits den Urhe­ber­schutz. Sie fin­det in Arti­kel 27 der All­ge­mei­nen Erklä­rung der Men­schen­rech­te einen Vor­läu­fer.

Die Rechts­ord­nung der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land will die­sem Recht in Art. 1, 2, 5 und 14 GG sowie
durch das Urhe­ber­rechts­ge­setz Rech­nung tra­gen.

Arti­kel 15 Absatz 2 des UN-Sozi­al­pak­tes legt eine Pflicht der Ver­trags­staa­ten zur Akti­vi­tät fest, ohne dass inso­weit Ein­zel­hei­ten vor­ge­schrie­ben wer­den.

Arti­kel 15 Absatz 3 des UN-Sozi­al­pak­tes ent­hält ein auf die wis­sen­schaft­li­che For­schung und die schöp­fe­ri­sche Tätig­keit bezüg­li­ches Frei­heits­recht, das Ähn­lich­kei­ten mit Art. 5 GG auf­weist.

Arti­kel 15 Absatz 4 des UN-Sozi­al­pak­tes schließ­lich ent­hält ein all­ge­mein gehal­te­nes Bekennt­nis zur inter­na­tio­na­len Zusam­men­ar­beit und knüpft damit an Arti­kel 2 Absatz 1 des UN-Sozi­al­pak­tess an.

Arti­kel 15
(1) Die Ver­trags­staa­ten erken­nen das Recht eines jeden an,

  1. am kul­tu­rel­len Leben teil­zu­neh­men;
  2. an den Errun­gen­schaf­ten des wis­sen­schaft­li­chen Fort­schritts und sei­ner Anwen­dung teil­zu­ha­ben;
  3. den Schutz der geis­ti­gen und mate­ri­el­len Inter­es­sen zu genie­ßen, die ihm als Urhe­ber von Wer­ken der Wis­sen­schaft, Lite­ra­tur oder Kunst erwach­sen.

(2) Die von den Ver­trags­staa­ten zu unter­neh­men­den Schrit­te zur vol­len Ver­wirk­li­chung die­ses Rechts umfas­sen die zur Erhal­tung, Ent­wick­lung und Ver­brei­tung von Wis­sen­schaft und Kul­tur erfor­der­li­chen Maß­nah­men.

(3) Die Ver­trags­staa­ten ver­pflich­ten sich, die zu wis­sen­schaft­li­cher For­schung und schöp­fe­ri­scher Tätig­keit uner­läss­li­che Frei­heit zu ach­ten.

(4) Die Ver­trags­staa­ten erken­nen die Vor­tei­le an, die sich aus der För­de­rung und Ent­wick­lung inter­na­tio­na­ler Kon­tak­te und Zusam­men­ar­beit auf wis­sen­schaft­li­chem und kul­tu­rel­lem Gebiet erge­ben.

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