Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte

Hunger

Hungersnot in Irland 1845-49Artikel 11 Absatz 2 des UN-Sozial­pak­tes beschreibt das Recht, vor Hunger geschützt zu wer­den. Sie geht auf eine Anre­gung der FAO zurück und hat ins­beson­dere für die Entwick­lungslän­der Bedeu­tung.

Artikel 11 des UN-Sozial­pak­tes gewährleis­tet einen angemesse­nen Lebens­stan­dard (Art. 11 Abs. 1) sowie den Schutz vor Hunger (Art. 11 Abs. 2 des UN-Sozial­pak­tes). Diese bei­den Absätze bilde­ten im Entwurf der Men­schen­recht­skom­mis­sion zwei ver­schiedene Artikel. Der Dritte Auss­chuss der Gen­er­alver­samm­lung ging aber zutr­e­f­fend davon aus, dass aus­re­ichende Ernährung, Bek­lei­dung und Unter­bringung Bestandteile des Lebens­stan­dards seien.

 

Artikel 11
(1) …

(2) In Anerken­nung des grundle­gen­den Rechts eines jeden, vor Hunger geschützt zu sein, wer­den die Ver­tragsstaat­en einzeln und im Wege inter­na­tionaler Zusam­me­nar­beit die erforder­lichen Maß­nah­men, ein­schließlich beson­der­er Pro­gramme, durch­führen

  1. zur Verbesserung der Meth­o­d­en der Erzeu­gung, Halt­bar­ma­chung und Verteilung von Nahrungsmit­teln durch volle Nutzung der tech­nis­chen und wis­senschaftlichen Erken­nt­nisse, durch Ver­bre­itung der ernährungswis­senschaftlichen Grund­sätze sowie durch die Entwick­lung oder Reform land­wirtschaftlich­er Sys­teme mit dem Ziel ein­er möglichst wirk­samen Erschließung und Nutzung der natür­lichen Hil­f­squellen;
  2. zur Sicherung ein­er dem Bedarf entsprechen­den gerecht­en Verteilung der Nahrungsmit­telvor­räte der Welt unter Berück­sich­ti­gung der Prob­leme der Nahrungsmit­tel ein­führen­den und aus­führen­den Län­der.