Internationaler Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte

Gleichberechtigung von Mann und Frau

Wahlplakat-1919Artikel 3 des UN-Sozial­pak­tes gewährleis­tet — wie auch der nahezu for­mulierungs­gle­iche Artikel 3 des UN-Zivil­pak­tes — die Gle­ich­be­hand­lung von Mann und Frau bei der Ausübung aller im UN-Sozial­pakt anerkan­nten Rechte. Sie ergänzt das Diskri­m­inierungsver­bot des Artikels 2 Absatz 2 des UN-Sozial­pak­tes und soll nach Auf­fas­sung ihrer Ver­fass­er sich­er­stellen, dass den Frauen auch die prak­tis­che Möglichkeit gegeben wird, die im UN-Sozial­pakt ver­ankerten Rechte auszuüben.

Die Gle­ich­berech­ti­gung ist in der Bun­desre­pub­lik Deutsch­land ins­beson­dere in Art. 3 Abs. 2 GG grun­drechtlich gewährleis­tet. Die Bun­desre­pub­lik Deutsch­land hat auch das Übereinkom­men 100 über die Gle­ich­heit des Ent­gelts männlich­er und weib­lich­er Arbeit­skräfte für gle­ich­w­er­tige Arbeit rat­i­fizieren; auch Artikel 4 Nr. 3 der Sozialchar­ta sieht das Recht männlich­er und weib­lich­er Arbeit­nehmer auf gle­ich­es Ent­gelt bei gle­ich­w­er­tiger Arbeit vor.

 

Artikel 3
Die Ver­tragsstaat­en verpflicht­en sich, die Gle­ich­berech­ti­gung von Mann und Frau bei der Ausübung der in diesem Pakt fest­gelegten wirtschaftlichen, sozialen und kul­turellen Rechte sicherzustellen.